Donnerstag, 9. Mai 2013

Robin Haase 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7, 6:7

In drei Tagen jährt sich ein bemerkenswertes Ereignis: Robin Haase gewann einen Tiebreak. Es war der 12. Mai 2012, und es war in Rom. In der ersten Qualifikationsrunde für das dortige Masters-Turnier gewann Hasse gegen Sergiy Stakhovksy (Ukraine) mit 7:6 und 6:4.

Seither hat der 26-jährige Holländer, aktuell die Nummer 77 der Welt, alle seine Tiebreaks verloren. 15 Stück. Die offizielle Statistik der ATP kommt sogar auf 17, denn sie zählt Qualifikationen und Challenger-Turniere nicht mit, und ein paar Wochen vor seinem Quali-Sieg in Rom verlor Haase jeweils einen Tiebreak in Miami und in Indian Wells.

Der bisherige Weltrekord stammte aus dem Jahr 1978 und wurde gehalten von einem gewissen Colin Dibley aus Sydney, der es auf 14 verlorene Tiebreaks brachte. Das toppte Haase in dieser Woche beim Masters von Madrid mit einem lupenreinen Hattrick. In Runde 1 verlor er gegen Stakhovskys Landsmann Alexander Dolgopolov zwar den zweiten Satz mit 6:7, gewann aber das Match in drei Sätzen. In Runde zwei gegen Jo-Wilfried Tsonga ließ der Holländer dann mit einem bilderbuchhaften 6:7, 6:7 nichts mehr anbrennen.

Haase hat einen ganz passablen Aufschlag, was im Tiebreak eigentlich eher von Vorteil ist. Nicht umsonst wird der umgekehrte Rekord von 18 gewonnenen Tiebreaks von dem großen Aufschläger Andy Roddick gehalten. Man wird schwerlich leugnen können, dass Robin Haase in brenzligen Situationen auf dem Platz Nerven zeigt. Zu seinem Glück hält ihn das nicht immer vom Sieg ab. Er hat während seiner schwarzen Serie sogar einmal ein Turnier gewonnen -  nachdem er im Finale den ersten Satz im Tiebreak verloren hatte. In Kitzbühel war das. Sein Endspielgegner war Philipp Kohlschreiber.

Wenn Haase nicht wäre, hätte ich heute wohl über Grigor Dimitrow und Kei Nishikori geschrieben, die beiden Youngsters, die sich auf den Weg zur Wachablösung an der Weltspitze machen. Der Vollständigkeit halber sei also erwähnt, dass Dimitrow bei seinem Dreisatzsieg gegen Novak Djokovic in Madrid jeweils einen Tiebreak gewann und einen verlor, während Nishikori bei seinem Dreisatzsieg gegen Roger Federer ganz ohne Tiebreaks auskam.

Hier die Ergebnisse aus Madrid

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