Sonntag, 20. November 2011

Ein bisschen Federer, ein bisschen Stebe, ein bisschen Raonic, ein bisschen Noah

Kann mich nicht entscheiden, worüber ich heute schreiben soll. Kein Thema aus dieser Woche entfacht in mir ein Feuer, das mich zum großen Wurf treiben könnte. Gelegenheit für einen Rundumschlag, für einen bunten Strauß von mehr oder weniger neuen Informationen und Ansichten.

Da läuft zum Beispiel seit heute das World-Tour-Finale in London. Roger Federer hat mit einem Arbeitssieg gegen Jo-Wilfried Tsonga angefangen. Rafael Nadal spielt zur Stunde gegen Mardy Fish. Novak Djokovic greift erst morgen gegen Tomas Berdych ins Geschehen ein. Wenn die großen Drei mit der Form vom Masters in Paris-Bercy vor zwei Wochen auftreten, muss wohl der gute alte Federer als Favorit gelten. Es sei denn, Andy Murray (Auftakt morgen gegen David Ferrer) legt einen Heimsieg hin.

Im Doppel sind wie immer die Bryan-Zwillinge die Favoriten. Sie starten morgen gegen Jürgen Melzer und Philipp Petzschner. Wenn Melzer denn tatsächlich spielen kann. Nach seiner Rückenverletzung glaube ich das so richtig erst, wenn er tatsächlich auf dem Platz steht und der erste Ball das Netz überquert hat.

Dann gab es ja vor dem großen World-Tour-Finale auch noch das kleine Finale, das Zweitliga-Masters mit den erfolgreichsten Challenger-Spielern des Jahres. In Sao Paolo waren, wie neulich berichtet, drei Deutsche am Start. Matthias Bachinger schied sieglos in der Vorrunde aus und ist gleich weitergeflogen zum nächsten Challenger-Turnier, das morgen in Helsinki beginnt. Andreas Beck kam ins Halbfinale, und Cedrik-Marcel Stebe hat das Turnier gewonnen. 6:2, 6:4 im Endspiel gegen Dudi Sela aus Israel. Das gibt 63.000 Euro Preisgeld und 110 Weltranglistenpunkte, was einen Platz unter den ersten 80 zur Folge hat. Stebe ist jetzt Deutschlands viertbester Tennisspieler und mithin ab sofort ein Kandidat für den Davis-Cup.

Zum ATP-Newcomer des Jahres hat es bei Stebe indes nicht gereicht. Dieser Titel, den die ATP in dieser Woche verliehen hat, ging völlig zu Recht an Milos Raonic aus Kanada. Der 20-Jährige war in der ersten Jahreshälfte schon drauf und dran, aus dem Nirgendwo schnurstracks in die Top 10 zu marschieren, bis ihn in Wimbledon eine Verletzung außer Gefecht setzte. Seit ein paar Wochen spielt er wieder. Die Ergebnisse sind noch nicht wieder ganz so atemberaubend wie im Frühjahr, aber im nächsten dürfte er wohl erneut Kurs auf die Top 10 nehmen.

Zum Abschluss hat noch Yannick Noah eine Erwähnung verdient. Mit einer Bemerkung über dopende Spanier hat er für muntere Aufregung gesorgt.

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