Sonntag, 31. Januar 2010

Kohlmann, Krawietz, Schultz: Heimliche Erfolge bei den Australian Open

Schönes Finale heute morgen zwischen Roger Federer und Andy Murray mit einem grandiosen Schluss-Tie-Break. Was es dazu zu sagen gibt, steht bei Loreley.

Wir setzten derweil die nationale Brille auf und schauen aufs Doppel. Da haben sich die Deutschen bei diesen Australian Open nämlich ganz hervorragend geschlagen. Allen voran Michael Kohlmann. Mit 36 Jahren feierte er den größten Erfolg seiner Laufbahn: Halbfinale. Auch für seinen finnischen Partner war das eine coole Sache, den von mir sehr geschätzten Jarkko Nieminen, der noch im Herbst nahezu am Ende schien.

Für Michael Kohlmann, der sich seit zehn Jahren ganz unscheinbar auf der Doppel-Tour hält, bedeutet das nicht nur rund 40.000 Euro, die im Doppel nicht so einfach zu verdienen sind, sondern auch 720 Weltranglistenpunkte und die Aussicht, auch in den kleinen feinen Masters-Series-Doppelkonkurrenzen gelegentlich einen Startplatz zu ergattern.

Zugegeben, Kohlmann/Nieminen hatten in ein paar engen Matches gegen durchschnittliche Gegner ziemlich viel Glück, aber in der ersten Runde gewannen sie souverän gegen das an Nummer vier gesetzte Paar Mahesh Bhupati (Indien) und Max Mirnyi (Weißrussland) und wussten danach mit günstiger Auslosung die Ernte einzufahren. Im Halbfinale gegen die berühmten Bryan-Brüder waren sie dann chancenlos.

Die anderen deutschen Doppelspezialisten hatten sich vielleicht etwa mehr ausgerechnet. Christopher Kas flog mit seinem neuen Dauerpartner Dick Norman (Belgien) schon in der ersten Runde raus. Philipp Petzschner hatte das Pech, mit seinem Partner Jürgen Melzer (Österreich) schon in der dritten Runde auf die Bryan-Brüder zu treffen. Für Philipp Marx (mit Igor Zelenay, Slowakei) war diese dritte Runde bei seinem zweiten Grand-Slam-Turnier indes ein beachtlicher Erfolg.

Während der nationale Nachwuchs im Einzel nicht wirklich aufhorchen lässt, entwickelt sich das Junioren-Doppel im Schutze der Dunkelheit zu einer neuen deutschen Spezialdisziplin. Letztes Jahr in Wimbledon holte Kevin Krawietz zusammen mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert den Titel. Bei den Australian Open bildeten Krawietz und Dominik Schultz ein rein-deutsches Doppel und kamen bis ins Endspiel, wo sie gegen zwei Holländer verloren (Justin Eleveld und Jannick Lupescu).

Hier der Ergebnisse vom Herrendoppel...

...und vom Junioren-Doppel

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